nach meiner Wanderung über den Westweg habe ich natürlich ein paar Dinge gelernt, die ich an euch weitergeben will. Natürlich stellen meine Tipps eine reine subjektive Bewertung dar und müssen daher nicht für jeden geeignet sein.
Heute ist der erste Tag nach meiner Wanderung und mein Körper zeigt mir wie sehr er sich an die Routine gewöhnt hat: Ich wollte länger schlafen, wache aber doch pünktlich zwei Minuten vor 7:00 auf. Beim Frühstück ertappe ich mich dabei nach einem Vesperpaket fragen zu wollen. Meine Beine und Füße sind ganz überrascht, als ich zwar wieder die Wanderschuhe anziehe, aber keine Etappe auf sie wartet.
Denn heute laufe ich nicht mehr los.
Stattdessen verbringe ich einen entspannten Vormittag in Weil am Rhein und Basel, und verabschiede mich beim Frühstück von der Letzten meiner Mitwandererinnen, die ebenfalls in meinem Hotel untergebracht ist. Noch einmal lassen wir unsere Erlebnisse Revue passieren und unterhalten uns über andere Mitwanderer und fragen uns wie es ihnen ergangen ist.
Auch schmieden wir Pläne für die Zukunft. Jeder hat andere Ideen. Vielleicht eine Wanderung in den Alpen? Oder mit Schneeschuhen? Oder irgendwo in Meeresnähe, vielleicht Kreta oder Korsika? Eine Wanderung mit Blick auf das Meer. Das klingt unheimlich verlockend für mich.
Wie ich mich fühle? Ein Mischung aus Wehmut, Stolz und Gelassenheit. Wehmut, weil der Weg und seine einzigartige Erfahrung zuende ist, Stolz, da ich es trotz aller Hindernisse geschafft habe die Tour zu beenden und eine Gelassenheit, die sich ganz tief in mir ausgebreitet hat. Ich hoffe sie bleibt mir eine Weile erhalten.
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich innerhalb eines Tages so weit wandern würde, dass beim Zurückblicken der Start im Dunst der Entfernung verschwindet. Buchstäblich „über den Horizont und weiter“.
Später im Zug ziehen nun die Höhenzüge in wenigen Sekunden an mir vorbei, die ich mit so viel Mühen bestiegen habe. Aber es sind keine unbekannten Hügel mehr, sondern gute, alte Bekannte geworden: Blauen, Belchen, Feldberg, Hornisgrinde. Ich kenne sie nun alle und ich kenne sie gut.
Schweiß habe ich auf ihnen gelassen und mich manches Mal gefragt warum ich das alles mache. Eine echte Antwort habe ich bis heute nicht gefunden, aber ich spüre, dass es gut war.
Wenn ich die Augen schließe rieche ich die Wildblumen der Hochmoore und spüre die scharfkantigen Steine der Wanderwege unter meinen Füßen, ich fühle die heiße Sonne auf meiner Haut und den kalten Wind in meinem Nacken. Doch ich erkenne auch, dass diese Eindrücke schon jetzt zu verblassen beginnen.
Was mir auffällt? Ich bin deutlich empfindlicher für die verschiedenen Gerüche geworden, die mich umgeben: Parfümierte Menschen rieche ich schon aus großer Entfernung, am Bahnhof rieche ich den Güterzug, der imprägnierte Holzschwellen geladen hat, noch bevor er richtig in den Bahnhof eingefahren ist und die Sonnenmilch, die ein Rentner aufgetragen hat der auf der Bank in einigen Metern Entfernung sitzt, nehme ich wahr als stünde direkt er neben mir.
Auch Entfernungen schätze ich anders ein. Wenn ich eine Anhöhe sehe, dann berechne ich unbewusst, wie lange es dauert zu Fuß bis oben hinaufzusteigen. Eine Wanderung von 20 Kilometern kam mir vorher als der Gipfel einer Tageswanderung vor, nun zählt eine solche Etappe zu den kürzeren. Überhaupt beurteile ich eine Etappe kaum noch nach Entfernung, sondern eher nach überwundenen Höhenmetern und Zeitangaben.
Auto und Bahn sind mir zu schnell geworden. Und zu oberflächlich. Ebenso die vielen Menschen, die hektisch ihren Aufgaben nachjagen. Wie wenig Zeit wir uns doch nehmen einfach mal stehen zu bleiben und den Augenblick wahrzunehmen. So eilt das Leben an uns vorbei und wir haben es gar nicht gesehen. Doch was ist eine WhatsApp-Nachricht verglichen mit einem handgeschriebenen Brief? Quantität zerstört die Qualität. Ich beginne zu verstehen, warum sich immer mehr Menschen leer und unbefriedigt fühlen, obwohl man heutzutage in wenigen Stunden an jeden Ort dieser Welt gelangen oder innerhalb von Sekunden jedem Menschen auf dieser Erde eine Information schicken kann.
Meine Bilanz? Fast 300 Kilometer, fast 10.000 Höhenmeter, 13 Etappen, vier Blasen, wundgescheuerte Schultern, schmerzende Fußknochen, eine beginnende Sehnscheidenentzündung in der Ferse, eine verlorene Zahnfüllung und die Erkenntnis, dass ich trotz Schmerzen und Widerständen in der Lage bin eine Aufgabe zu Ende zu bringen. Das schafft Selbstvertrauen und eine Selbstzufriedenheit, die mit Worten nicht zu beschreiben ist.
Körper und Geist haben eine neue Einheit gebildet. Der Körper weiß, dass der Verstand nicht Unmögliches verlangt und der Geist hat gelernt, dass er dem Körper Pausen und Erholung zugestehen muss. Beide haben erkannt, dass sie zusammen auch Aufgaben schaffen können, die anfangs als zu groß erscheinen.
Was bleibt? Ich bin nicht sicher. Die Zeit wird es wohl zeigen. Ich will nicht zu viel erwarten. Genauso, wie ich zu Beginn meiner Wanderung nicht zu viele Erwartungen an meine Reise gestellt habe. Man darf sicherlich keine Wunder erhoffen. Der Weg heilt nicht „tiefe Wunden“ und verändert auch nicht „von Grund auf“. Aber er hat mich definitiv beeindruckt.
Was bleibt? Dankbarkeit!
Danke Westweg!
Zum Weiterlesen:
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Auf zum Endspurt der westlichen Westweg-Variante! Bequeme Forstwege führen durch herrliche Buchenwälder zur mächtigen Burgruine Rötteln über Lörrach, ehe der Westweg durch die edlen Tullinger Weinlagen seinem Ziel Basel (bzw. für mich Weil am Rhein) entgegen eilt. Überraschend grün geht es mitten hinein in die Schweizer Metropole am Rheinknie. Auf der letzten Etappe im Dreiländereck zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland zeigt sich der Schwarzwald überraschend offen und leicht. Hellgrüne Buchenwälder und saftige Wiesen begleiten den Wanderer auf dem Weg von Kandern nach Hammerstein. Kurz nach Wollbach verschwindet der Weg im Wald und steuert auf dem Flachweg die mächtig über Lörrach stehende Burgruine Rötteln an. Beim Bummeln durch das geologisch interessante Landschaftsschutzgebiet zwischen Lörrach und Weil am Rhein bieten sich noch einmal schöne Ausblicke auf den Dinkelberg, das Dreiländereck am Rheinknie und die Städtesammlungen rund um Basel.
Einkehrmöglichkeit(en):
Hotel am Abend:
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Heute ist es so weit: Die letzte Etappe von Kandern bis Weil am Rhein (oder bis Basel, wenn man das will). Der Schwarzwald hat sich hier nun endgültig verabschiedet: Laubwälder, Streuobstwiesen und Weinberge bestimmen den Weg.
Und man steigt wieder in die „Zivilisation“ hinab. Kam einem Kandern schon wie eine Großstadt vor, so wirkt Lörrach mit seinen Vororten wie ein unglaublicher „Moloch“, der das Tal dominiert.
Doch anfangs ist der Weg noch gnädig: Die Wolfsschlucht beeindruckt durch hohe Felsen und ein einzigartiges Mikroklima, man durchwandert kleine Bauerndörfer und die Burg Rötteln lässt mich noch einmal weit in das Umland blicken.
Am letzten Tor unterhalb der Burg hole ich mir meinen letzten Stempel mit einem Gefühl von Stolz und Wehmut. Das Ziel, das am Anfang so unglaublich weit entfernt schien, liegt nun vor mir.
Auf der Tüllinger Höhe, mit Blick über Basel und die Bergzüge dahinter, beende ich offiziell meinen Westweg. Ich habe mir für diesen Moment extra meine Pfeife eingepackt. Die Sonnenstrahlen brechen sich in meinem Rauch, der langsam gen Tal zieht.
Dieser Moment gehört nur mir.

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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Durch eine einzigartige subalpine Landschaft mit artenreicher Flora und Fauna geht es abwärts zum Rand der „Südwand“ des Belchen, die sich rund 700 m über dem wie hingeduckten Dörfchen Neuenweg aufbaut. Nach den Weiherfelsen folgt dann ein erholsames Stück auf einsamen und stillen Waldwegen bis zum Müllheimer Egerten, wo der Endspurt über den Blauen (1165 m) beginnt. Noch einmal müssen 200 Höhenmeter überwunden werden, bis auch der letzte hohe Schwarzwaldberg bezwungen ist. Ab jetzt geht es nur noch bergab, bis wir in Kandern eintrudeln.
Einkehrmöglichkeit(en):
Hotel am Abend:
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Meine Eindrücke:
Der heutige Weg über den Blauen ist die letzte Etappe über einen der 1000er des Schwarzwaldes.
Bei strahlendem Sonnenschein geht es los und der Aufstieg ist im Vergleich zum Belchen nahezu harmlos. Ich genieße den leeren Wald und die frische, kühle Luft und bin schon zur frühen Mittagszeit oben auf dem Blauen.
Hier bietet sich dem Wanderer ein uneingeschränkter Blick ins Rheintal, noch besser von der Spitze des Metallturms, den der Schwarzwaldverein errichtet hat.

Blick vom Aussichtsturm
Trotz des sonnigen Wetters bläst der Wind hier oben sehr stark, doch die Aussicht ist umwerfend.
Man will sich eigentlich gar nicht mehr vom Blauen verabschieden, da man weiß, dass dies die letzte Chance für einen ausgezeichneten Fernblick war.
Nur die Sausenburg, ein wenig später auf dem Weg, gibt einem nochmals die Chance zumindest in südlicher Richtung die Höhenzüge des Schwarzwalds und die Ausläufer der Alpen zu genießen.

Blick ins Tal von der Sausenburg
Schon am frühen Nachmittag komme ich in Kandern an und bin schon ein wenig traurig, dass die Reise bald zu Ende ist.
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Der Belchen gilt nicht nur unter Schwarzwaldkennern als der wichtigste und alpinste Gipfel im Hochschwarzwald. Kein anderer Berg überragt mit solch gewaltigen Wald- und schroffen Flanken die umliegenden Täler.
Zu Beginn sieht die vor uns liegende Etappe recht zahm aus. Vom Wiedener Eck führen mal Pfade, dann wieder Forststraßen durch den Nordhang des Dietschel, bis unter dem Heidstein der Wegverlauf nach Süden abknickt. Weiterhin, ziemlich auf einer Höhe bleibend, werden die enorm steilen Berghänge am Heidstein hinüber zur Krinne gequert. Mit dem Belchen baut sich nun der Kronprinz der Schwarzwaldberge vor einem auf. Ein steiler und steiniger Steig zieht sich durch den Rübgartenwald bergauf. Immer enger ziehen sich die Serpentinen im beständig steiler werdenden Gelände, bis die breite Gipfelkuppe (1414 m) erreicht ist. Vom Gipfelkreuz reicht der Blick auf fast alle wichtigen Gipfel des Schwarzwalds.
Einkehrmöglichkeit(en):
Hotel am Abend:
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Meine Eindrücke:
Heute geht es über den Belchen. Wenn die Etappe über den Feldberg als die „Königsetappe“ des Westwegs gilt, dann muss man die Etappe über den Belchen als die „Kaiserinnen“-Etappe bezeichnen.
Nach einem anstregenden Anstieg, möglicherweise einer der steilsten des Westwegs, bietet sich einem ein unglaublicher Blick in alle Richtungen. Insbesondere an einem Tag wie heute, bei dem es „Alpenblick“ gab.
Einfach umwerfend. Allein dafür hat sich der Westweg schon gelohnt (siehe Bildergalerie).

Fernblick vom Belchen
Der Abstieg hat dann beinahe „alpinen Charakter“ mit ein paar engen Pfaden an einer steil abfallenden Wand. Erneut danke ich meinen Wanderstöcken, die mir hier die nötige Trittsicherheit geben. Man sollte sich jedenfalls nicht von der Idee verführen lassen mit der bequemen Seilbahn auf den Belchen hinauf zu fahren um dann, mit unzureichender Kondition und Ausrüstung, den Abstieg zu Fuß zu wagen. Leider bin ich einigen Wanderern auf der Strecke begegnet, die mir genau diesen Eindruck machten und denen ich die Daumen drücke, dass sie alle wohlbehalten unten angekommen sind.
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Die Königsetappe des Westwegs ist zweifellos die Überschreitung des Feldbergs von Ost nach West. Oben am Gipfel, dem höchsten Punkt deutscher Mittelgebirge, macht sich nicht nur bei Westwegwanderern ein erhebendes Gipfelsturmgefühl breit. Manch einer würde wohl gerne länger verweilen, wäre da nicht noch der lange Weg zum Wiedener Eck.
Der neue Westwegabschnitt zwischen Hinterzarten und Feldberg-Grüble verläuft zu Beginn auf dem Emil-Thoma-Weg oberhalb des Zartenbachs taleinwärts. Langsam ansteigend wird die stille Lichtung „Am Feldberg“ erreicht, wo einzelne Waldbauernhöfe stehen. Hier ändert sich die Laufrichtung des Westwegs, er zweigt nach Süden ab. Jetzt beginnt der Weg deutlicher zu steigen. Aus dem Forstweg wird allmählich ein herrlicher Steig durch urwaldartigen Fichtenwald. Atemberaubende Tiefblicke auf den See und einen Hauch von alpinem Gefühl bietet ein kleiner Umweg über den Felsensteig auf den Seebuck (1448 m). Gut 20 Minuten später ist „das Höchste“ im Schwarzwald erreicht. An der Aussichtsplattform am 1495 Meter hohen Feldberg, vis-à-vis der Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, steht man am höchsten Punkt Deutschlands außerhalb der Alpen und dementsprechend fulminant ist bei gutem Wetter auch der 360-Grad-Panoramablick. Schaustück ist das breit gelagerte Alpenpanorama im Süden, das den Wanderer auch auf dem Westweg über die St. Wilhelmer-Hütte bis zum Stübenwasen (1386 m) begleitet. Ohne große Höhenunterschiede wird der Trubelsmattkopf umrundet, bevor einige letzte Kilometer über freie Wiesenhänge zum Wiedener Eck führen.
Achtung! Mein Reisebüro buchte mich schon in Todtnau-Muggenbrunn ein, ca. 45 Minuten Fußweg vom Westweg entfernt. Meiner Meinung nach hätte man aber leicht bis zum Wiedener Eck weiterlaufen können.
Einkehrmöglichkeit(en):
Hotel am Abend:
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

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Meine Eindrücke:
Heute ging es bei erst kühlerem, dann aber immer besser werdendem Wetter über den Feldberg.
Ich kann es kaum glauben, dass ich schon den Feldberg erreicht habe. Am Anfang der Reise lag er so fern am Horizont, dass man ihn eher ahnte denn sah.
Jedenfalls hatte ich heute wirklich Glück. Das schlechte Wetter von gestern war schon morgens beinahe wie weggeblasen und wurde mit Stunde zu Stunde besser.
Vom Feldberg bot sich dann ein sagenhafter Fernblick, der leider mit der Kamera nur unzureichend aufgefangen werden kann.
Obwohl ich wieder einige Höhenmeter zu überwinden hatte, kam mir die heutige Etappe nicht so anstrengend vor. Ob sich mein Körper langsam angepasst hat?
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus (von mir angepasst, da hier der Verlauf etwas vom Reisebüro verändert wurde):
Vorbei an der Bergstation eines kleinen Skilifts wird der Doldenbühl mit herrlicher Aussicht nach Süden umrundet, ehe der Weg wieder im Wald verschwindet. Am Jockelshäusle vorbei steuert er nun zielstrebig die Weißtannenhöhe an. Rechts unten liegt Breitnau, überragt vom horizontfüllenden Feldbergmassiv in der Ferne. Nun geht es am Waldrand, nicht wie in den meisten Karten verzeichnet links, sondern auf einem Waldweg geradeaus bis zum höchsten Punkt (1190 m). Mit jedem Schritt in Richtung Titisee schiebt sich für alle, die noch nicht schlüssig sind, die Frage nach dem „wie weiter“ mehr und mehr in den Vordergrund. Am Ufer des Titisees trennt sich der Westweg in die zwei besagten Varianten.
Am Kurhaus Titisee wendet sich die westliche Variante in eben diese Richtung, klettert mit schönen Blicken auf den See bis auf die Keßlerhöhe (1.017 m) und schummelt sich auf schmalem Pfad direkt bis zur Skisprungarena hoch über Hinterzarten.
Einkehrmöglichkeit(en):
Hotel am Abend:
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Die heutige Etappe war insofern einzigartig, dass sie nicht bei Sonnenschein, sondern im Regen stattfand. Insgesamt bot der Tag noch mehr: kalte Windböen und Nebel.
Die Etappe ist erneut das übliche Auf- und Ab des Westwegs, nur dass man heute nicht mit einer schönen Weitsicht belohnt wurde. Auf manchen Abschnitten lag die Sichtweite unter 100 Metern !
Dafür war der Duft des Waldes und der Wiesen überwältigend. Schade, dass man Düfte und Gerüche nicht fotographieren kann. Frische Kräuter, herbe Wildnoten, süßliche Blumendüfte, Latschenkiefer und Terpentin.
So war die Etappe zumindest für die Geruchssinne ein Erlebnis.
Erst kurz vor Titisee reißt der Nebel auf und man kann ein wenig mehr sehen. Nach einem kurzen Aufenthalt am See geht es dann nochmals für ca. 5 Kilometer über steile Anstiege weiter bis nach Hinterzarten, wo mein heutiges Hotel gebucht ist.
Für morgen ist schon wieder besseres Wetter vorhergesagt, ideal für die Etappe, die über den Feldberg geht.
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Der lange und breite Kammverlauf zwischen Rohrhardsberg und Brend bildet nach dem Kandel den mächtigsten Höhenzug im Mittleren Schwarzwald. So sanft die Höhen von Osten ansteigen, so abrupt und wild zerrissen stürzen die Westflanken ins tief liegende Simonswäldertal ab, was besonders am Brend für großartige Aussichten sorgt.
Zwischen Schonach, Schönwald und Furtwangen zeigt sich der Schwarzwald von einer ganz neuen Seite. Die Berge bilden nur grüne Wellen aus, die kaum nennenswerte Höhenunterschiede aufweisen. Auch nach der Wilhelmshöhe bleibt der Westweg seiner Hauptrichtung Süden treu und verläuft schnörkellos am Wolfbauernhof vorbei zum Rand des Naturschutzgebietes Blindensee. An der Weißenbacher Höhe verlässt der Weg den Bergkamm und wechselt durch die kaum merkbare Senke hinüber zum Hauptkamm. Am Güntersfelsen angekommen müssen Sie ein wenig darauf achten, wo der Westweg auf einem Pfad im Wald verschwindet. Dieser bildet eine willkommene Abwechslung zum Kieselweg um die Felsen herum. Vom Aussichtsturm am Brend (1149 m) hat man einen besonders schönen Ausblick nach Süden, hin zum wuchtigen Kandel und dem breit gefächerten Feldbergmassiv. Das dürfte die Vorfreude auf die kommenden Etappen zusätzlich schüren.
Vom Gipfel des Brends aus, geht es in der Nähe der B500, die den Schwarzwald ebenfalls von Nord nach Süd durchquert, der Kaltenberger Höhe entgegen.
Am berühmten Titisee trennt sich der Westweg in zwei Hauptstrecken. Während die hier beschriebene westliche Route über den Feldberg und den Belchen den Blauen Basel ansteuert, verläuft die östliche Route südlich am höchsten Schwarzwaldberg vorbei, überschreitet das Herzogenhorn und den Blössling, um über den geologisch interessanten Dinkelberg die Schweizer Stadt am Rheinknie anzusteuern.
Auf den ersten 1,5 Stunden der Tagesetappe bleiben die roten Rauten der ebenfalls am Kamm verlaufenden B500 treu. Zwischen der Kalten Herberge, Lachenhäusle und Ruheckle bleibt der Westweg stets im Wald. Unten im Tal liegt das Örtchen Waldau und ab und zu lassen sich Blicke auf den Hochfirst erhaschen.
Einkehrmöglichkeit(en):
(Öffnungszeiten bitte vorher prüfen)
Hotel am Abend:
Hotel zur Traube, Sommerbergweg 1, Ortsteil Waldau, 79822 Titisee-Neustadt
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Diese Etappe ist sehr abwechslungsreich: Auf dem Höhenweg (und somit mit relativ wenig Anstiegen) geht es vorbei an Hochmooren (Blindensee), typischen Schwarzwälder Bauernhöfen, der Quelle der Donau und riesigen Findlingen im Wald.
Mir geht es gut und selbst der Wetterumschwung scheint auf meine Wanderung Rücksicht zu nehmen: Es fängt erst an zu regnen, als ich im Hotel in Waldau (Titisee-Neustadt) ankomme.

Tor bei der Wilhelmshöhe

Blindensee

Donauquelle

Seltsam geformter Stamm als Sitzplatz
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Das Kinzigtal trennt den Nördlichen Schwarzwald ganz markant vom Mittleren. Vom kaum über 200 m hoch gelegenen Hausach steigen Höhenzüge in langgezogenen Bergrücken bis auf über 1000 Höhenmeter an und versprechen besonders am Hauptkamm eine attraktive Routenführung. Einmal mehr läuft der Westweg zu Hochtouren auf.
In einem Rutsch überwindet der Westweg die mehr als 550 Höhenmeter zwischen Hausach und dem Farrenkopf (789 m). Markant thronen Bergfried, Teil der Palasmauer und der Batterieturm der einstigen Zähringerburg über der Stadt. Der Westweg verläuft weiter konsequent auf dem mitunter überraschend schmalen Bergrücken in stetem Auf und Ab in Höhenlagen um 700 m nach Süden. So kommen im Laufe der Strecke etliche Höhenmeter zusammen, die sich bis zum Abend auf über 1,100 Meter summieren. Vom schiffsbugartigen, mit Eschen, Birken und Vogelbeeren bewachsenen Huberfelsen bietet sich bereits eine schöne Aussicht ins Tal der Elz. Schaustück der Etappe ist aber der, auf den letzten Meter mit Geländern gesicherte, Felsensteig auf den Karlstein (964 m). Das Ziel ist nahe. Eine letzte Möglichkeit zur Einkehr bietet das Gasthaus Rensberg, bevor die Etappe an der Wilhelmshöhe über dem traditionsreichen Wintersportort Schonach erreicht ist.
Quellen am Weg:
(Trinken auf eigene Gefahr)
Büchereckhütte
Einkehrmöglichkeit(en):
(Bitte vorher Öffnungszeiten prüfen)
Hotel am Abend:
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/
Meine Eindrücke:
Die heutige Etappe ist in der Tat einige der Anspruchvollsten der gesamten Tour. Drei steile und lange Anstiege zehren an den Kräften der Wanderer. Insgesamt werden auf der Etappe über 1000 Höhenmeter überwunden.
Ich starte früh und fühle mich nach meinem Ruhetag und der gestrigen Etappe sehr gut. Dementsprechend gut bewältige ich auch diese Etappe. Man kommt ordentlich ins Schwitzen und die Anstiege erinnern an eine Kombination an den Anstieg bei Forbach mit dem nach Unterstmatt, aber wenn man auf seinen Puls achtet und rechtzeitig Pausen einlegt (und viel trinkt) geht es.
Sicherlich ist es auch hilfreich, dass es heute nicht ganz so heiß ist. Die Temperaturen machen auf dieser Tour eindeutig den Unterschied zwischen einer schweren, aber schaffbaren Etappe und einer qualvollen Erfahrung.
Die heutige Etappe belohnt jedenfalls für die Mühen mit ein paar schönen Aussichten in verschiedene Teile des Schwarzwaldes.
Am Ende der Tour bin ich zwar erschöpft, fühle mich aber glänzend. Anscheinend habe ich mich endgültig an den Westweg gewöhnt. Voller Freude blicke ich dem Rest des Wanderweges mit den Highlights Titisee, Feldberg und Blauen entgegen.

Tor in Hausach

Hausach

Wahre Worte…

Fernsicht

Fernsicht 2
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Etappenbeschreibung von Schwarzwald-Tourismus:
Der 945 m hohe Brandenkopf ist in Baden-Württemberg, dank seines hohen Aussichtsturmes und der exponierten Gipfellage, einer der schönsten Aussichtswarten über dem Kinzigtal. Auf seinem Gipfel steht auch das bewirtschaftete Wanderheim des Schwarzwaldvereins Brandenkopf. Insofern lohnt sich der Schlenker des Westwegs zum höchsten Punkt allemal.
Vom Gasthaus Hark geht es wieder das kurze Stück bergauf zum Sattel und rechts haltend auf dem Westweg weiter in südlicher Richtung. Schon nach wenigen Metern taucht der Weg wieder in die tiefen Wälder ein und führt um den Regeleskopf herum zum Kreuzsattel. Wir umgehen den Reiherskopf nördlich und überqueren beim Parkplatz an der „Bettelfrau“ die Brandenkopfstraße. Die rund 150 Höhenmeter auf den Brandenkopf sind nicht besonders steil und zudem lockt am Gipfel ja bald schon die Rast.
Der Abstieg vom Brandenkopf führt direkt zum Hirzwasen. Von nun an bleibt der Westweg dem Kammverlauf zwischen dem lieblichen Hintertal und dem Tal der Wolf treu. Der letzte hohe Berg des Kamms stößt wie ein Schiffsbug gegen das Kinzigtal und bietet schöne Aussichten nach Süden und Osten. Ein guter Platz für eine Rast, bevor ein längerer Abstieg zum Weißen Kreuz hinab führt. Noch einmal geht es auf einem schmalen Waldpfad bergauf zum Spitzfelsen, der für all die Mühe mit einem herrlichen Blick auf das nahe Hausach entlohnt.
Wasserversorgung:
(Trinken auf eigene Gefahr)
Einkehrmöglichkeit(en):
(Bitte vorher Öffnungszeiten erfragen)
Hotel am Abend:
Kartenübersicht (Quelle: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/):

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

Copyright: http://www.wanderservice-schwarzwald.de/

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Meine Eindrücke:
Heute geht es weiter und ich spüre wie gut der Tag Pause meinem Körper getan hat. Erfrischt und voller Tatendrang geht es nach einem reichhaltigen Frühstück wieder auf die Piste.
Die Strecke ist recht kurz, also kann man die Westweg-Variante zum Brandenkopf leicht noch mitnehmen (Umweg von ca. + 1,5 h). Ich halte mich aber an das Standardprogramm weil ich meine Füße nicht gleich wieder überfordern will.
Doch auch so genieße ich die frische Natur und stelle fest, dass langsam der Frühherbst Einzug hält.

Sonne im Wald
Etwas später hat ein geschickter Holzfäller auf der Strecke einen Stuhl in einen Baumstumpf geschnitzt.

„Stuhl“ im Wald
Weil ich die Variante nicht gewählt habe, bin ich der erste der heutigen Wandergruppe der bei der Hohenlochenhütte eintrifft. Gerade rechtzeitig, als die beiden älteren Damen, die dort ehrenamtlich tätig sind, den Kaffee fertig gebrüht haben. Bei einer guten Tasse Kaffee philosophieren wir dann auch gleich ein wenig über das Wandern, rücksichtslose Umweltverschmutzer und den Westweg im allgemeinen. Ich erfahre ein paar witzige Details über diesen Teil des Westwegs und einige Originale, die hier tätig waren (oder noch sind).
Der Blick von der Hütte ist fantastisch. Seit ca. 4 Wochen kann man übrigens auf der Hütte in einer neu errichteten Hütte übernachten (vorher beim Schwarzwaldverein reservieren).
Erst nach einer halben Stunde kann ich mich jedenfalls wieder von diesem Ort losreißen und ziehe auf dem Weg weiter.
Der Abstieg nach Hausach ist durchaus steil, aber im Vergleich zum Abstieg nach Forbach nicht ganz so anstrengend (jedenfalls kam es mir so vor). Hier besteht nämlich der Weg eher aus Erde und Schotter und seltener aus größeren Steinen wie bei Forbach. Allerdings muss ich hinzufügen, dass es heute völlig trocken war, ich weiß nicht in welche Rutschpartie sich die Strecke verwandelt, wenn es regnet.

Auf der Hohenlochenhütte
So erreiche ich jedenfalls kurz nach Mittag mein Hotel und bin guter Dinge für den morgigen Tag, der im Wanderführer als „eine der anstrengensten Etappen des Westwegs“ beschrieben wird, weil ca. 2/3 der 20 Kilometer-Tour nur aus Aufstieg bestehen…mal sehen…
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